WER IST GREENSTORM
GREENSTORM- mit bürgerlichen Namen: André, ist DJ, Musiker und Produzent mit einer Leidenschaft für kreative Klangwelten. Schon früh sammelte er Erfahrungen an der Musikschule und entwickelte daraus seinen eigenen Stil. Heute widmet er sich vor allem Remixen, Edits und eigenen Produktionen, die durch Energie, Rhythmusgefühl und Liebe zum Detail geprägt sind.
Seine Arbeiten reichen von eingängigen Mixen bis hin zu originellen Tracks, die unterschiedliche Einflüsse miteinander verbinden und neue Stimmungen erschaffen. Mit viel Gespür für Musik und einer großen Portion Kreativität schafft er Inhalte, die sowohl tanzbar als auch einzigartig sind.
Musikproduktion – wie kommt KI zum Einsatz?
Achim (Redakteur):
In deinen Songs kommen KI-generierte Stimmen zum Einsatz. Ist deine Musik damit überhaupt noch wirklich deine eigene?
André:
Ja, absolut. Die Ideen, Texte, Melodien, Arrangements und die komplette Produktion entstehen bei mir. Ich arbeite mit FL Studio, VST-Plugins, Instrumenten, Samples und eben auch mit KI-gestützten Vocal-Tools. Für mich ist KI kein Ersatz für Kreativität, sondern ein Werkzeug, um meine eigenen musikalischen Ideen umzusetzen.
Achim (Redakteur):
Oh interessant, dann bekommt Afrojack endlich mal Unterstützung, denn er produziert auch so aber warum singst du die Songs nicht einfach selbst?
André:
Ganz ehrlich: Weil ich nicht gut genug singen kann. Ich kann Songs schreiben, produzieren, arrangieren und eine Vision für einen Track entwickeln. Aber meine eigene Stimme würde dem Ergebnis nicht gerecht werden. Die KI hilft mir dabei, die Gesangsidee so hörbar zu machen, wie ich sie im Kopf habe.
Achim (Redakteur):
Kritiker würden sagen: Dann such dir doch echte Sängerinnen oder Sänger.
André:
Das würde ich tatsächlich sehr gerne. Ich hätte riesige Lust, mit echten Künstlerinnen und Künstlern zusammenzuarbeiten. Das wäre für mich sogar der Idealfall. Aber dafür braucht man entweder ein entsprechendes Netzwerk, genug Reichweite, damit Leute auf einen aufmerksam werden, oder ein Budget, um professionelle Vocals einzukaufen. Gerade als unabhängiger Musiker ist das nicht immer realistisch.
Achim (Redakteur):
Also ist KI für dich eher eine Brücke?
André:
Genau. KI ermöglicht mir, Songs fertigzustellen, die sonst vielleicht nur als Demo oder Idee auf meiner Festplatte liegen würden. Sie ersetzt nicht meinen kreativen Prozess. Sie hilft mir, ihn hörbar zu machen.
Achim (Redakteur):
Kannst du zeigen wie so eine Produktion von statten geht?
André:
Klar:
Was man dort nun nicht sieht, ist wie ich die einzelnen Spuren einspiele. Im Hintergrund nutze ich ein Tasteninstrument. Eventuell mache ich davon auch mal ein Video.
Achim (Redakteur):
Wo ziehst du die Grenze zwischen KI-Unterstützung und komplett KI-generierter Musik?
André:
Für mich ist der Unterschied ziemlich klar. Wenn jemand einen Prompt eingibt und die KI Text, Musik, Stimme und Produktion komplett ausspuckt, ist das etwas anderes. Bei mir entstehen Text, Thema, Struktur, Arrangement, Soundauswahl, Produktion und Mix aus meiner Arbeit. Die KI kommt gezielt bei Vocal-Elementen zum Einsatz, weil ich diesen Teil allein nicht leisten kann.
Achim (Redakteur):
Trotzdem müssen KI-Inhalte inzwischen gekennzeichnet werden. Stört dich das?
André:
Nein, Transparenz finde ich grundsätzlich richtig. Was mich stören würde, ist eine zu grobe Kennzeichnung wie „mit KI erstellt“, weil das so klingt, als wäre der ganze Song automatisch generiert worden. Das wird meiner Arbeit nicht gerecht. Ich fände eine präzisere Formulierung besser, zum Beispiel: „KI-unterstützte Vocal-Produktion“ oder „AI-assisted vocals“.
Achim (Redakteur):
Du möchtest also nicht verschweigen, dass KI beteiligt ist?
André:
Nein. Ich habe kein Problem damit, das offen zu sagen. Mir ist nur wichtig, dass man differenziert. KI ist bei mir ein Werkzeug, ähnlich wie ein virtuelles Instrument, ein Synthesizer oder ein Plugin. Der Song kommt trotzdem aus meinem Kopf, aus meiner Produktion und aus meiner künstlerischen Entscheidung.
Achim (Redakteur):
Hast du Sorge, dass Hörer KI-Musik automatisch abwerten?
André:
Ein bisschen schon, weil viele sofort an komplett automatisch generierte Musik denken. Dabei gibt es große Unterschiede. In meinem Fall steckt sehr viel eigene Arbeit drin: Textideen, Feinschliff, Arrangement, Sounddesign, Mixing, Auswahl der Stimmen, Anpassungen, Timing, Emotion und Gesamtbild. Das ist kein Knopfdruck.
Achim (Redakteur):
Würdest du KI auch noch nutzen, wenn du später mit echten Sängerinnen und Sängern arbeiten könntest?
André:
Vielleicht als Skizzenwerkzeug oder für Demos. Aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, mit passenden echten Stimmen zu arbeiten, wäre das natürlich spannend. Ich sehe KI nicht als Gegner echter Künstler. Im Gegenteil: Ich würde gerne mit echten Künstlern zusammenarbeiten, sobald es für beide Seiten Sinn ergibt.
Achim (Redakteur):
Wie würdest du deine Musik also selbst kennzeichnen?
André:
Ich würde sagen: Meine Musik ist KI-unterstützt, aber nicht KI-ersetzt. Texte, Ideen, Produktion und kreative Leitung stammen von mir. KI nutze ich vor allem für Vocal-Elemente, weil sie mir hilft, meine Songs in der Qualität umzusetzen, die ich mir vorstelle.
Achim (Redakteur):
Was sollen die Leute am Ende über deine Arbeit verstehen?
André:
Dass KI nicht automatisch bedeutet, dass keine künstlerische Leistung dahintersteht. Bei mir ist KI ein Werkzeug im Produktionsprozess. Der Song, die Idee und die Entscheidung, was am Ende gut klingt, kommen immer noch von mir.


